Cross | 25.10.2020 | 11.30 Uhr

PANZERKREUZER POTEMKIN
Stummfilm & Orgel

Dominik Gerhard (Orgel)

Orgeldisposition

Sonntag, 25.10.2020, Beginn: 11.30 Uhr

Black Box
Schulstraße 4
40213 Düsseldorf

Eintritt: € 9 (regulär) / € 7 (ermäßigt) / € 6 (mit Black-Box-Pass)
Tickets nur Abendkasse oder Reservierung an der Kinokasse

Sergej Eisensteins legendäres Stück Revolutionskino hat sich unwiederbringlich in die Filmgeschichte eingemeißelt. Fernab klassischer Dramaturgie erzählt er in einer Mischung aus Dokumentation und Geschichtsmärchen die Genesis einer klassischen Revolte. Eisensteins Auftrag lautete, einen Film zum Andenken an die Revolution von 1905 zu drehen und er wählte als Grundlage die historische Meuterei an Bord des Panzerkreuzers "Potemkin", der zur Schwarzmeerflotte des Russischen Reiches gehörte. Eisensteins einfache, kraftvolle Erzählweise besticht durch eine ausgeklügelte, rhythmische Montage und eine Kamera mit noch nie dagewesener Beweglichkeit. 

Auslöser des Aufstandes sind ein paar Würmer, die die Besatzung der Potemkin in ihrem Fleisch entdeckt. Der Schiffsarzt erklärt das Fleisch dennoch für essbar und löst mit dieser Aussage einen Aufstand aus, der eine Weltrevolution in Gang setzen wird. In insgesamt fünf Akten entspinnt sich eine Erzählung, die eine neue Zeit zu definieren scheint: Der Sturz der Autoritäten und die Entdeckung des Individuums – das sogleich wieder in der Masse verschwindet. Die Bevölkerung von Odessa solidarisiert sich mit den meuternden Matrosen und bringt ihnen Essen. Auf dem Schiff wird die rote, ins Bild kolorierte Fahne gehisst. Indes rücken zarentreue Kosaken in Odessa ein, und schlagen den Aufstand brutal nieder. Auf der Treppe von Odessa sterben Männer, Frauen und Kinder. Die zahlreichen Zitate des die Treppen hinabrollenden Kinderwagens bestätigen den filmhistorischen Wert des Films. Das Schiff verlässt schließlich mit gehisster, roter Flagge den Hafen. Die Besatzung des Schiffes konnte der brutalen Tyrannei des Zarismus entfliehen. Die vielfache Kritik an PANZERKREUZER POTEMKIN hatte wohl weniger den Film selbst im Fokus, als die Angst vor der durchschlagenden Wirkungskraft des Films. Die Aussage liegt auf der Hand: Die Massen können sich nur selbst befreien!  

Regie: Sergei M. Eisenstein (1925)
Drehbuch: Nina Agadzhanova
Kamera: Eduard Tisse
Darsteller: Aleksandr Antonov, Vladimir Barskiy, Grigoriy Aleksandrov u.a. 
Länge: insgesamt 70 Minuten

Dominik Gerhard (Orgel)
So 25.10., 11.30 Uhr, Black Box, Schulstraße 4 (Altstadt)
CROSS, Eintritt: € 9 (regulär) / € 7 (ermäßigt) / € 6 (mit Black-Box-Pass)
(nur Abendkasse oder Reservierung an der Kinokasse, keine Bestellung über Ticketmaster möglich)


Anreise: Linien U70 - U79 / U83 / 780 / 782 / 785 / SB50, Haltestelle "Heinrich-Heine-Allee"
Mit dem Auto: Parkhaus Grabbeplatz

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