ido-festival 2011: Vorwort von Prof. Torsten Laux, Künstlerische Leitung
„Orgel – Visionen“
Sie finden im Programm des 6. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals vom 30. September bis zum 7. November 2011 Konzerte und Events für alle Sinne. Unter dem Motto „Orgel – Visionen“ stehen nicht nur klassische Orgelkonzerte mit international bekannten Stars, sondern auch Kombinationen mit anderen Instrumenten und Ensembles, wie z.B. Big Band, Tanz, Kabarett, Chor, Orchester, außerdem gibt es viele attraktive Konzerte für Kinder und junge Erwachsene.
Nach der Expansion des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals zu einem der weltweit größten Events dieser Art mit jetzt insgesamt 114 Veranstaltungen und 10.000 erwarteten Besuchern haben wir nun neue Visionen vor Augen. Wir stellen uns vor, dass „IDO“ nicht nur aufgrund seiner Größe im internationalen Konzert der Festivals an vorderster Stelle genannt wird, sondern sich auch durch Kooperationen mit anderen Musikfestivals in Europa und weltweit weiterentwickelt.
Ein Anfang ist gemacht – mit dem „Festival voor der Wind“ in Utrecht (Niederlande, im Internet: www.festivalvoordewind.nl) wurde eine enge Zusammenarbeit mit Gedankenaustausch, gemeinsamen Veranstaltungen und Kooperationen vereinbart. So übernimmt das Orgelfestival in Utrecht unser Veranstaltungskonzept „WADOKYO – Japanische Trommeln & Orgel“ mitsamt den Düsseldorfer Künstlern der Gruppe WADOKYO Taiko, die von Anfang an sehr erfolgreich jährlich im IDO aufgetreten sind und auch dieses Jahr hier wieder zu hören sein werden (am 15. Oktober um 20 Uhr mit Jens-Peter Enk an der Orgel in der Christuskirche). Weitere Kooperationen sind mit Orgel-Festivals in Wien (Internationales Orgelfestival DIALOGUES MYSTIQUE), Kopenhagen, Malmö, Toulouse und Brno geplant. Hierfür rechnen wir mit der Unterstützung auch der Europäischen Gemeinschaft, aber an vorderster Stelle ist die Förderung durch Partner und Sponsoren im Rheinland wichtig und dringend erforderlich, um unserem noch jungen Festival eine weitere gute Entwicklung zu ermöglichen.
So liegt die jetzt dauerhaft vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Knabenchor Hösel als Kulturinstitution aus dem benachbarten Ratingen nahe. Unter Leitung von Toralf Hildebrandt wird der jüngste Knabenchor Europas zusammen mit dem Düsseldorfer Pop-Star Dieter Falk im Eröffnungsgottesdienst auftreten (am 30. September um 18 Uhr in der Basilika St. Lambertus, anschließend Empfang im Lambertus-Haus). Dieter Falk wurde bekannt als Juror der ProSieben-Casting Show „Popstars“, durch Solo-Alben, Live-Konzerte und als Produzent, Arrangeur und Pianist von Bands und Künstlern wie PUR, Monrose, Pe Werner Marshall & Alexander und Paul Young. Er hat eine sehr enge Beziehung zur Orgel, und sein neues Programm „Celebrate Bach“, das im 6. ido-festival uraufgeführt wird, verarbeitet Themen und Stücke von Johann Sebastian Bach. Mit Dieter Falk haben wir einige visionäre Ideen entwickelt, die wir in den nächsten Jahren umsetzen wollen. Auch Wolfgang Neuhausen (Pantomime „NEMO“) ist ein weit über seine Heimatstadt hinaus bekannter Düsseldorfer Künstler, Visionär und Idealist, der sich in besonderem Maße für die Orgel und für IDO interessiert und engagiert. Dem „Brainbreezing“ mit ihm und seinen Mitarbeitern verdanken wir interessante Anregungen und neue Konzepte für die Zukunft.
Nicht zuletzt kooperieren wir mit einer der größten Musikhochschulen in Europa, der vom Land Nordrhein-Westfalen getragenen Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf: Prof. Zsolt Gárdonyi (Würzburg) gibt im Rahmen des öffentlichen ido-festival-Programms einen Orgelkurs „work in progress“ mit Präsentation seines Lebenswerkes als Komponist und Organist von Weltruf (am 20. und 21. Oktober im Institut für Kirchenmusik der Robert-Schumann-Hochschule). Am 24. Oktober spielt er außerdem um 19:30 Uhr in der Basilika St. Lambertus ein Internationales Orgelkonzert „GÁRDONYI PLAYS GÁRDONYI“. Zsolt Gárdonyi erhielt 2011 die Verdienstmedaille des Staatspräsidenten der Republik Ungarn für sein kompositorisches und musiktheoretisches Lebenswerk sowie für seinen nachhaltigen Einsatz zur Förderung der ungarischen Kirchenmusik. Am 21. März 2011 (an J. S. Bachs Geburtstag!), vollendete er sein 65. Lebensjahr. Sein Vater, der Komponist Zoltán Gárdonyi, Professor an der Hochschule für Musik „Ferenc Liszt“ in Budapest, starb vor genau 25 Jahren.
Ich wünsche viel Freude, einige zündende Gedanken-Blitze und außergewöhnliche Hör-Abenteuer mit unserem visionären Festival-Programm!
Torsten Laux
Professor für Orgel (Künstlerisches Orgelspiel und Improvisation) an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf
Internet: www.torsten-laux.de