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Bernd-Ulrich Rasche

Sonntag, 2. Oktober 2011:

19:00 Uhr:
Lisztomanie - Franz Liszt zum 200. Geburtsjahr

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Bernd-Ulrich Rasche

Bernd-Ulrich Rasche

Ulrich Rasche wurde 1954 in Essen geboren. Im Alter von neun Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Seine Studien an diesem Instrument setzte er am damaligen Folkwang-Konservatorium bei Gudula Koppenburg fort, wo er weiteres technisches Training und eine grundlegende musikalische Ausbildung erhielt. 1973 und 1974 errang er erste Preise im Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Bundesebene. Danach studierte er Klavier, Kirchenmusik und Komposition an den Musikhochschulen Köln und Düsseldorf, wo er sich auch intensiv kompositorischen Studien widmete. Seine Lehrer waren Hermann Schröder (1904-1984), Jürg Baur (1918-2010) und Arnold Kempkens (1923-2001).

Heute ist er als Pianist, Organist und Komponist, und als Dozent für Klavier und Kammermusik an der städt. Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf tätig.

Ulrich Rasche gibt Klavier- und Orgelkonzerte, die ihn bereits nach Österreich, Frankreich, England, Finnland, Polen und 1993 in die USA führten. 1996 wurde er zum internationalen Orgelfestival nach Lahti (Finnland) eingeladen.

Er trat besonders über Jahre hinweg in der Düsseldorfer Maxkirche als Organist konzertant hervor, und betreute von 1989-2002 die Reihe der „Orgelmusik zur Marktzeit“, wo jeden Samstag hervorragende Organisten großartige Orgelmusik darbieten. Er bot im übrigen diverse Orgelzyklen, u.a. 1993 den „Liszt-Zyklus“ mit 4 Konzerten, 1995 den „Rheinberger-Zyklus“ mit 6 Konzerten und 1999/2000 den „Camillo Schumann-Zyklus“ mit 7 Konzerten. Hier setzt sich Rasche besonders für die Verbreitung der bisher nahezu unbekannten Orgelwerke Schumanns ein, die es in ihrer Fülle und Bedeutsamkeit wert sind, wieder zu Gehör gebracht zu werden. 1997 wurde er von der Oberbürgermeisterin Marlies Smeets für besondere Verdienste für die Kultur der Stadt Düsseldorf mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Seit 2004 ist er an der Stephanuskirche in Düsseldorf-Wersten als Organist tätig. In den Jahren 2000 bis 2008 arbeitete er auch als Verleger, und gab in den Archiven verschwundene Werke der Spätromantik zwischen 1850 und 1950 neu heraus.

In den Jahren 2007-2011 unternahm er immer wieder Konzertreisen nach Polen. Ab der Zeit widmet er sich wieder intensiv dem Komponieren. Durch seine schlesische Abstammung (Mutter: Lieselotte Möller-Weißig, geb. 1.3.1918 in Waldenburg, gest. 24.4.2002 in Essen) und eine große Hingabe zu Ostpreußen entstanden in den letzten Jahren die „Gran Missa Masurica“ op. 21 für Soli, Chor, große Orgel und Schlagwerk (2009), „Masurische Rhapsodie“ op. 22 für Violine und Orgel (2008), Konzertstück und lyrisches Intermezzo „Passenheimer Polonaise“ op. 23 für Orgel (2009), 3 masurische Chorlieder op. 24, „Impressionen aus Masuren“ op. 25 für Violine und Orgel (2009/2010), „Rezitativ und Serenata“ op. 26a über masurische Weisen für Violine und Orgel (2010) (auch als Fassung für Violoncello op. 26b), 3 Phantastische Tänze op. 27 für Pauken und Orgel (2010), Morgendämmerung op. 30 („Passenheimer Romanze“) für Violine und Orgel (2011).

Weitere Kompositionen Rasches sind im Werkverzeichnis unter www.rasmusik.de zu sehen.