Künstler

Zsolt Gárdonyi

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Veranstaltungsort:

St. Lambertus

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Internationales Orgelkonzert Zsolt Gárdonyi


Basilika St. Lambertus (Altstadt, Stiftsplatz)

Internationales Orgelkonzert mit

Prof. Zsolt Gárdonyi, Würzburg

Benefizkonzert zugunsten der Rieger-Orgel in St. Lambertus Eintritt frei, Kollekte

siehe auch Workshop 20./21. Oktober

Adresse der Kirche: St. Lambertus, Altstadt, Stiftsplatz 7, 40213 Düsseldorf Haltestelle: U-Bahnhof "Tonhalle-Ehrenhof": U75, U75, U76, U77, SB 50 oder U-Bahnhof "Heinrich-Heine-Allee": U74, U75, U76, U77, U78, U79 oder Haltestelle "Heinrich-Heine-Allee": Straßenbahn 703, 706, 712, 713, 715, Bus 780, 782, 785, SB50

Programm mit Erläuterungen:

GÁRDONYI PLAYS GÁRDONYI

Zoltán Gárdonyi (1906 – 1986):

Partita „Veni Creator Spiritus“ (1958) Introduzione (Largo) Thema (Lento) I. Variazione (Moderato deciso) II. Variazione (Andante) III. Variazione (Allegro non troppo) IV. Variazione (Quasi improvvisato) Finale (Allegro maestoso)

Zsolt Gárdonyi (*1946):

Meditation „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ (1990)

Drei Orgelchoräle (1971–1987):

Lobt Gott, den Herrn der Herrlichkeit - Gott des Himmels und der Erden - In dir ist Freude

Hommage à J. S. Bach (2000)

Hommage à F. Liszt (2001)

Hommage à M. Dupré (1976)

Mozart Changes (1995)

EGATOP (2010) Hommage à Erroll Garner + Art Tatum + Oscar Peterson

ZUM PROGRAMM

Zoltán Gárdonyi, einstiger Kompositionsschüler von Zoltán Kodály und Paul Hindemith, wirkte von 1941 bis 1967 als Professor an der Hochschule für Musik „Ferenc Liszt“ in seiner Geburtsstadt Budapest und gilt heute als eine der herausragenden Gestalten der protestantischen Kirchenmusik im 20. Jahrhundert. Er lebte seit 1972 mit seiner Familie in Deutschland und verstarb vor 25 Jahren, am 27. Juni 1986 in Herford. Die nachhaltige internationale Resonanz der Musik Zoltán Gárdonyis wird auch durch eine Fülle von Erstausgaben aus seinem kompositorischen Nachlaß und durch CD-Aufnahmen dokumentiert, die in den letzten Jahren in Deutschland, Ungarn, Schweden und in den USA erschienen sind. Sein Sohn Zsolt Gárdonyi war mit 19 Jahren Preisträger des Hochschulwettbewerbes Budapest sowohl imFach Orgel als auch im Fach Komposition. Er wurde 24-jährig hauptamtlicher A-Kirchenmusiker in Wildeshausen (Oldenburg) und mit 34 Jahren Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Würzburg. Seine rege internationale Konzerttätigkeit als Organist sowie seine Gastvorlesungen und Meisterkurse an zahlreichen Hochschulen führten ihn über die verschiedensten europäischen Länder bis in die USA und nach Kanada. 1979 erhielt er den Bayerischen Kompositionspreis, im Jahre 2000 wurde ihm für sein kirchenmusikalisches Schaffen, das einmal mehr auf die traditionsreiche Personalunion „Komponist & Organist“ verweist, die Ehrendoktorwürde der Reformierten Theologischen Universität in Debrecen (H) verliehen. Im Schaffen der beiden Gárdonyis nimmt die für die Entstehung und Entwicklung der Orgelmusik so wesentliche Gattung „Choralbearbeitung“ einen breiten Raum ein; dementsprechend reicht deren Spektrum auch in diesem Programm vom kurzen Vorspiel bis zur sinfonisch angelegten Partita über den altkirchlichen Hymnus „Veni Creator Spiritus“ (Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist). „Hommage à J. S. Bach“ verknüpft eine Metamorphose der einstimmigen Anfangstakte aus Bachs Orgelpräludium G-Dur (BWV 541) mit einer kurzen Passacaglia über das Viertonmotiv B-A-C-H. „Hommage à F. Liszt“ beruht auf drei Motiven aus drei verschiedenen Werken des fast auf den Tag genau vor 200 Jahren, am 22. Oktober 1811 geborenen Komponisten und Klaviervirtuosen Franz Liszt. „Hommage à M. Dupré“ zu Ehren des vor 40 Jahren verstorbenen Pariser Organisten und Komponisten Marcel Dupré verwendet charakteristische Elemente der französischen Kathedralmusik. Das heitere Orgelstück „Mozart Changes“ ( = „Mozart´sche Akkordwechsel“), eine Auftragkomposition für das „Oklahoma Mozart Festival“ (USA), kreist um zwei tänzerische Motive aus dem Schlußsatz der letzten Klaviersonate W. A. Mozarts (D-Dur, KV 576). Der auf den ersten Blick vielleicht rätselhaft anmutende Werktitel „EGATOP“ ergibt sich ganz organisch aus den Monogrammen von drei bereits verstorbenen Jazz-Pianisten, die für Zsolt Gárdonyi zu den größten Musikern des 20. Jahrhunderts zählen.

Prof. Dr. h.c. Zsolt Gárdonyi hat folgende Widmung zu seinem Programm geschrieben:

„Auch ein Konzert in Zusammenhang mit den beiden diesjährigen Gárdonyi-Jahrestagen unterstreicht die Aussage des bekannten Partitureintrags von J. S. Bach: S. D. G. (Soli Deo Gloria – Gott allein die Ehre). Denn ebenso wie unser ganzes Leben liegt auch die Quelle schöpferischen Wirkens nicht in Menschenhand. Vielmehr gehört die Musik zu jenen bemerkenswerten Gottesgaben, die die Menschen von allen anderen Lebewesen unterscheiden. Dieser besonderen Stellung unter den Geschöpfen verdankt sich auch unsere Fähigkeit, den Schöpfer zu suchen und auf dessen in uns hörbar werdende Stimme auch in Kunst und Wissenschaft antworten zu können. Kreative Ideen fließen nach meiner Erfahrung in diesem Sinne durch den Komponisten hindurch – sie werden also nicht etwa erfunden, sondern vielmehr jeweils als eine Art überraschendes Geschenk aufgefunden und weitergereicht.“

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Rieger-Orgel (1998) in St. Lambertus