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Millionen Klangfarben zaubern buntes Programm des ido-festivals


DÜSSELDORF, 8. Oktober 2010 - Die Orgel hat viel mehr zu bieten, als die meisten Düsseldorfer ahnen. Das Programm des 5. ido-festivals beweist es kreativ und abwechslungsreich: Mit Konzerten von Klassik bis Jazz, von meditativ bis Pop, mit kabarettistischen, literarischen und tänzerischen Veranstaltungen. Die „Königin der Instrumente“ und ihre Interpreten sind sich nicht zu fein, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Der künstlerische Leiter des Festivals, Prof. Torsten Laux, erklärt: „Mit der Orgel kann man mehrere Millionen verschiedene Klangfarben erzeugen. So eignet sie sich praktisch für alle Musikrichtungen.“ Die Konzerte in der ersten Festivalwoche haben dies bewiesen und das Publikum begeistert. Egal ob Barbara Dennerlein an der Hammond B3 und der mechanischen Schuke-Orgel der Christuskirche, Dieter Falk am Keyboard oder Kalevi Kiviniemi an der Rieger-Orgel in der Basilika St. Lambertus: Die Tore sind geöffnet für eine Reise durch die „Welt der Klangfarben“. „Wir möchten Menschen für dieses wunderbare Instrument begeistern“, sagt ido-Intendant Herbert H. Ludwig. Seine Begeisterung für den Orgelsound ist nicht auf Bach und Beethoven begrenzt. „Mit unserem abwechslungsreichen Programm hier in Düsseldorf sind wir bundesweit eines der führenden Musikfestivals dieser Art.“ Und das liegt z. B. an Events wie „Klänge des Herzens“. Hier treffen die japanischen Taiko-Trommler von WADOKYO auf den Organisten Jens-Peter Enk und die Schauspieler Siemen Rühaak und Margrit Sartorius. Ein Abend der jenseits der klassischen Kirchenmusik viel Energie, Sinnlichkeit und Leidenschaft verspricht. Auch bei Big Band CSM feat. Sabine Kühlich & Markus Hinz geht es in den Heiligen Hallen der Tersteegenkirche „heiß her“. Das außergewöhnliche Gefühl für Swing und Scat-Gesang von Sabine Kühlich kommt „ungebremst, mutig und sexy“ daher, wie ihr von der 3sat-Kulturzeit bescheinigt wurde. Langweile Kirchenmusik mit müdem Gemeindegesang klingt anders. Beim ido-festival werden alle Sinne angesprochen. Zum Beispiel bei der 24-Stunden-Orgel, einem Konzert-Marathon mit „Krimi-Orgel“, „Sunrise-Frühstück“ und „Orgelsuppe“. Gelungener Auftakt: Mit einem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst hatte das ido-festival in der Düsseldorfer Altstadtbasilika St. Lambertus einen Start erlebt, bei dem die ganze musikalische Bandbreite der Festspiele schon zu hören war: Von Händels „Halleluja“ aus dem Messias, vorgetragen von den Chören der Basilika St. Lambertus und der Kantorei der Friedenskirchengemeinde, bis zu modernen Paul-Gerhardt-Vertonungen, die Pop-Produzent und Musicalkomponist Dieter Falk am Keyboard anstimmte. Stadt-Superintendent Ulrich Lilie sprach in seiner Predigt davon, mit der Musik die „Mauern zum wackeln zu bringen“ und Jazz-Ikone Barbara Dennerlein hat dies beim offiziellen Eröffnungskonzert auch getan. Mit Charme und Spielwitz hat sie dem Publikum eingeheizt und die Farbenpracht ihres Instruments bewiesen. Mit 12.000 Besuchern erwartet das ido-festival in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit unserem Programm das Interesse der Musikfans vieler Stielrichtungen erreichen“, sagt Intendant Ludwig. Noch bis zum 7. November sind täglich Veranstaltungen des Musikfestes in der NRW-Landehauptstadt mitzuerleben. Das Programm mit allen Terminen ist unter www.ido-festival.de zu finden. Tickets gibt es im Internet und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. (3.405 Zeichen; kür/ido-festival)