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Festliches Eröffnungskonzert des 3. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals

Sonnabend, 27. September 2008, Beginn 20:00 Uhr


Festliches Eröffnungskonzert in der Kirche St. Mariä Empfängnis

Mitwirkende:

Knabenchor Hösel
Dortmunder Philharmonie
Alexandra von der Weth, Sopran
Professor Torsten Laux, Orgel
Dirigent: Toralf Hildebrandt

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
- "Erschallet Ihr Lieder"
Eingangschor aus der Kantate 172
für Chor und Orchester

- Toccata und Fuge d-moll BWV 565
für Orgel solo

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
- "Exsultate, jubilate" in F-Dur, KV 165 (KV 158a)
Motette für Sopran und Orchester

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
- Orgelkonzert in F-Dur op.4 Nr.5, HWV 293
für Orgel und Orchester
Larghetto
Allegro
Alla siciliana
Presto


Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
- "Laudate Dominum" in F-Dur, KV 339,5
aus: Vesperae de Confessore
für Sopran, Chor und Orchester

Josef Rheinberger (1839-1901)
- Orgelkonzert Nr. 1 in F-Dur op. 137
für Orgel und Orchester
Maestoso
Andante
Finale con moto

César Franck (1822-1890)
- "Dextera Domini" in B-Dur, FWV 65
aus: Trois offertoires
Bearbeitung: Heike Beckmann
für Chor und Orchester

Bach und Händel, Mozart, Rheinberger und Franck...große Komponisten des Barock, der Klassik & Romantik

Bach und Händel...Sie waren nicht nur von unterschiedlicher Herkunft und Status, sie gehörten auch verschiedenen Gesellschaftsschichten an, traten in andere Tradition und waren zu anderen Zielen unterwegs.
Doch die wohl bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten der Barockzeit, neben den Tatsachen, dass sie beide im Jahr 1685 geboren sind, fast am gleichen Tag und Ort, dass sie ähnliche Sorgen hatten und am Ende ihres Lebens blind und einsam starben, haben doch eine große Sache gemeinsam: Beide konnten wundervolle Musik komponieren – Bach in Deutschland, Händel in England.

Wer kennt nicht Wolfgang Amadeus Mozart...der wohl bedeutendste Komponist der Klassik. Das Wunderkind aus Salzburg, dessen umfangreiches Werk weltweite Popularität genießt. Der Bezug zu Bach und Händel kam über Gottfried van Swieten (Präfekten der Kaiserlichen Bibliothek), der ihn mit der Arbeit Bachs und Händels vertraut machte. Diese Begegnung machte einen tiefschürfenden Eindruck auf Mozart und hatte großen Einfluss auf seine späteren Kompositionen.

Joseph Rheinberger...ein Komponist, der zu Lebzeiten internationales Ansehen erlangt hatte, den Doktor- und Rittertitel verliehen bekam und dessen Kompositionen hochbekannt waren. Heute gelten seine Kompositionen fast durchgehend als vergessen. Doch gerade seine Arbeit, die ihn eher rückwärtsgewandt erscheinen lässt und ihm vielleicht den Ruhm für die Nachwelt verwehrte, machte ihn zu einem selten fähigen Pädagogen, der seinen Schülern die Fähigkeit vermittelte, ihre eigenen Ideen und Vorstellungen auf meisterhafte Weise zu verwirklichen.
Bei seiner wiedererwachten Kreativität nach einem langjährigen Leiden in der rechten Hand enstand das Orgelkonzert in F-Dur, das nach seiner Uraufführung auf Bitten des Gewandhausorganisten Paul Homeyer mit einer Solokadenz erweitert wurde, die als sechsseitige Beilage der Originalausgabe des Soloparts beigefügt wurde.

Das fünfte Rad am Wagen...keinesfalls! César Franck veränderte die französische Musik nicht nur indem er als Lehrer eine ganze Generation junger Musiker beeinflusste, sondern auch durch seine Kompositionen, die einen Gegenpol zur französischen Opernmusik darstellten. Franck war außerhalb der Orgelwelt kaum bekannt als Komponist von Orgelmusik. Orgelliebhaber kennen ihn, wissen aber nicht, dass er außer Psalm 150 „Panis Angelicus“ noch vielmehr Chormusik schrieb. Franck beherrschte es mit wenig Themamaterial wunderschöne Kompositionen zu schreiben. „Dextera Domini“ (Gottes rechte Hand – Psalm 118) ist ein Stück mit einem kurzen Text und einer Dauer von etwa 10 Minuten. Trotz vieler Wiederholungen, bleibt das Stück immer interessant.

Nun, Sie sehen das Konzert bietet ein Programm mit Star-Besetzung.
Was hätten sich wohl die fünf großen Komponisten bei einer möglichen Begegnung zu sagen gehabt?